Sehenswürdigkeiten

Alte Kirche Körrenzig

Die alte Pfarrkirche hat ihre Ursprünge im 11. und 12. Jahrhundert. Teile der Westfront sind möglicherweise karolingisch.

Das alte Kirchengebäude, dem der Verfall drohte, wurde in liebevoller Kleinarbeit vier Jahre lang von den Mitgliedern des Vereins "Rettet die alte Kirche" saniert und im Rahmen eines Festaktes am 16.10.2005 wieder eröffnet.

Barockorgel in der evangelischen Kirche

Daten der Barockorgel:

1764 gebaut

25 Register
950 Labialpfeifen (davon 78 aus Holz)
200 Zungen- und 142 Prospektpfeifen 

Foto der Barockorgel

Flandrische Schnitzaltäre

Mittelpunkt der St. Martinus-Kirche Linnich sind die drei flandrischen Schnitzaltäre Antwerpener Herkunft um 1520. Die Altäre gehören zu den besten Schnitzwerken des frühen 16. Jahrhunderts, die heute noch im ehemaligen Herzogtum Jülich anzutreffen sind. Der Hauptaltar ist ein sogenannter Passionsaltar, der linke Altar ist ein Katharinen- und der rechte ein Marienaltar. Ebenso sehenswert ist das Sakramentshäuschen, das sich links neben dem Hauptaltar befindet.

Ein weiterer Antwerpener Schnitzaltar um 1520 befindet sich in der Pfarrkirche St. Gereon im Ortsteil Boslar.

Fotos der flandrischen Schnitzaltäre in der Kirch St. Martinus

Hubertuskreuz

Das Hubertuskreuz steht westlich von Linnich in offener Feldflur an der L 228 nach Lindern auf einem historischen Schlachtfeld. Es erinnert mit seiner Inschrift an die sog. Hubertusschlacht vom 03. November 1444 zwischen Graf Arnold v. Egmond und Herzog Gerhard I. v. Jülich im sog. Geldrischen Erbfolgestreit. Der siegreiche Jülicher stiftete zur Erinnerung an diesen Tag den Hubertusorden. Auf demselben Schlachtfeld tobte im November 1944 eine erbitterte Panzerschlacht, als die Amerikaner den Vorstoß Richtung Rur und Rhein versuchten (H. Kramp, Rurfront 1944/45). Bei diesen Kämpfen erlitt das Kreuz eine Beschädigung des Querbalkens, die als mahnendes Zeichen bleiben soll und deshalb auch 1980 bei der Restaurierung nicht behoben wurde.

Unter dem Kreuz versammeln sich Jahr für Jahr im November ehemalige Kriegsgegner zu einer Gedenkfeier. Diese Veranstaltung findet zum Gedenken an die vielen Toten statt, aber auch in Erinnerung daran, dass so etwas nicht wieder geschieht.

In den vergangenen Jahren nahmen regelmäßig Veteranen aus Amerika und England an den Treffen des Freundeskreises Hubertuskreuz teil. Inzwischen sind sie zu alt für die lange Reise geworden und können leider nicht mehr an den Treffen teilnehmen. Inzwischen nehmen immer mehr Veteranen aus den benachbarten Niederlanden an den Treffen teil.

 

Beschreibung des Hubertuskreuzes:
Erbaut: 1776; Höhe: 3,90 m; Breite 0,55 m; Material: Blaustein; Korpus flach reliefiert

Das Hubertuskreuz trägt folgende Inschrift:

CRVCIFIXVM TIBI DILIGE
(= Liebe den für dich Gekreuzigten)

VIATOR HOC QVEM VIDES AGRO VRBIS LINNICHIAE
(= Wanderer, den du auf diesem Felde der Stadt Linnich siehst)

VICITS GELRI & EGMONDANI EXERCITIBVS
(= Nachdem die Heere von Geldern und Egmont besiegt waren)

GERADVS IVLIAE PRINCEPS PRIMOS S.HVBERTI EQVITES CREABAT ANNO 1444
(= Herzog Gerad von Jülich im Jahre 1444 die ersten Hubertusritter ernannte)

DIE FILIO PRO HONORE S.HVBERTI MARTINVS FERRES & HELENA CATHARINA ABELS POSVERVNT ANNO 1776
(=Dem Gottessohn und dem heiligen Hubertus zu Ehren haben Martin Ferres und Helena Catharina Abels [dieses Kreuz] errichtet im Jahre 1776)

Museen in Linnich

Bäuerliches Kulturgut und Arbeitsgeräte gehören zu den Sammlungen im Heimatmuseum Linnich.

Das 1997 als Stiftung eröffnete Glasmalerei-Museum ist das einzige Museum in Deutschland, das sich speziell mit der Glasmalerei vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart befasst. Galt Glasmalerei lange Zeit eher als ein Randthema der Kunstgeschichte, so wird sie hier, in der umgebauten Getreidemühle Weitz aus dem 17. Jahrhundert, in den Mittelpunkt gerückt.