Museen

Deutsches Glasmalerei-Museum

 

Seit November 1997 hat die Glasmalerei in Linnich ein neues, deutschlandweit einzigartiges Zentrum. Hier ist neben der ältesten Glasmalereiwerkstatt Deutschlands, der Firma Oidtmann, das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich ansässig.

Das lichtdurchflutete Haus bietet in den entkernten und stilgerecht sanierten Räumen einer ehemaligen Getreidemühle auf sieben Ebenen mit ca. 1400 m² Ausstellungsfläche einer Vielzahl unterschiedlichster Exponate Raum. Es ist in seiner Konzeption darauf ausgerichtet, der modernen Glasmalereientwicklung seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die aktuellen Strömungen ein Forum zu bieten.

Das Rheinland und Westfalen nehmen in der Erneuerung der modernen Glasmalerei eine Schlüsselstellung ein, die seit 1910 mit dem für die Glasmalerei wegweisenden Johann Thorn Prikker (1868 - 1932) verbunden ist, der in Krefeld, Hagen, München, Düsseldorf und Köln lehrte und mit seinen zahlreichen Schülern eine Entwicklung in Gang brachte, die historische Malerei "auf Glas" durch Malerei "mit Glas" zu ersetzen, die sich wieder an der Ausdrucksstärke des mittelalterlichen Glasmosaiks orientierte.

Zum Verständnis der historischen Entwicklung der Glasmalerei dient auf drei Ebenen eine Dauerausstellung mit Beispielen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In der museumseigenen Werkstatt kann der Besucher im Rahmen organisierter Workshops eigenhändig die Technik der Glasmalerei in Einzelschritten nachempfinden. Zudem vermitteln Exponate Einblicke in die Herstellung mundgeblasener Scheiben.

Neben dem Bestand an Scheiben und Entwürfen aus dem Besitz der Stiftung und des Fördervereins Deutsches Glasmalerei-Museum wird das Museum durch Exponate von privaten und öffentlichen Leihgebern unterstützt.

Originalgetreue Kopien aus dem Nachlass Fritz Geiges`, die als Schenkung von Dr. Sven Fischer an das Haus gelangten, dokumentieren formal und inhaltlich die Entwicklung der Glasmalerei vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Substantielle Beiträge zur Sammlung kamen in Form einer Schenkung von ca. 100 Glasmalerein durch die Linnicher Glasmalerei-Werkstatt Dr. Heinrich Oidtmann. Diese Glasmalereien wurden von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung angekauft und dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Sie stellen wichtige Beispiele moderner figurativer und abstrakter Glasmalerei der zweiten  Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Umfangreiche Nachlässe von Maria Katzgrau (1912 - 1998) und Erich Feld (1919 - 1990) ergänzen die Sammlung um bedeutende Bestände der Nachkriegskunst, welche die Vernetzung der Glasmaler und Glasmalerinnen mit Malerei, Plastik und Objektkunst nachweisden, die in gegenseitiger Befruchtung wesentlich zur Entwicklung der Glasmalerei beigetragen haben.

Im Museum finden wechselnde Sonderausstellungen statt; das jeweils aktuelle Programm lässt sich der Museumshomepage www.glasmalerei-museum.de entnehmen.

 

Kunstvermittlung:

Das Museum bietet ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen, von Kindern bis zu Senioren, an und die Veranstaltungen reichen von Museumsführungen über Workshops und Exkursionen bis hin zu Museumsfrühstücken. Ebenfalls sind Veranstaltungen des "mobilen Museums" möglich, bei dem die Museumspädagogen in Ihre Einrichtung (Schule, Kindergarten, Seniorenwohnanlage, Unternehmen usw.) kommen. 

Öffentliche Führung: jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um 11.30 Uhr.

 

Titel: Jacobus Major als Maurentöter in der Schlacht von Clavijo, Niederlande, ca. 1550 Foto: Stefan Johnen Design

Heimatmuseum

Altermarkt 9, 52441 Linnich

Das Heimatmuseum in Linnich geht zurück auf die Initiative des Vereins zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Kulturgutes Linnich 1978 (Museumsverein) e.V. Seit 1991 befindet es sich in der von der Stadt Linnich, der Denkmalbehörde und dem Museumsverein restaurierten Nebengebäude eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens. In liebevoller und zeitraubender Kleinarbeit wurde seit der Gründung des Museumsvereins der museale Bestand zusammengetragen. Seit der Eröffnung im Oktober 1991 haben zehntausende Besucher das Heimatmuseum gewürdigt. Durch mehrere Wechselausstellungen verschiedener Art im Jahr gewinnt es immer mehr an Beliebtheit bei der Linnicher Bevölkerung wie aus der Region.

Ein Teil der Einrichtung des Heimatmuseums

Sammlungen:
Bäuerliches Kulturgut und Arbeitsgeräte

Werkstatteinrichtungen:
Fassbinderei, Sattlerei, Bäckerei, Schusterwerkstatt, Berufe der Holzverarbeitung, Korbmacherei, Herdfabrik, Exponate Herde aus drei Generationen der P. Heinrich Coenen KG Linnich, sakrale Gegenstände, ein Torso von 1390, Bilddokumentation aus der evang. Kirche, Werkstattfotos und Bleiverglasung aus der Glasmalerei Dr. H. Oidtmann Linnich, Exponate der Essig- und Seifenfabrik Schillings aus Linnich.
Dokumentationen von Fahnen, Königssilber und Gerätschaften des Linnicher Schützenwesens und vieler Traditionsvereine Linnichs Alte Stadtbilder und die heimische Tierwelt runden die Ausstellung der Exponate ab.

 

"Die Venus von Linnich"

"Die Venus von Linnich"
Sandsteinstatuette aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. (Original)

Im Jahr 1993 wurde im Vorfeld einer Neubaumaßnahme eine Baufläche am südlichen Ortseingang von Linnich archäologisch untersucht. Außer dieser Göttin wurde ein Urnengräberfeld (um 750 - 400 v.Chr.) mit Urnenbeigaben freigelegt. Göttin, Urnen und Beigaben sind im Heimatmuseum ausgestellt. Die Fundstelle ist heute bebaut, das "Römerviertel" am südlichen Ortseingang von Linnich.

Öffnungszeiten des Heimatmuseums in Linnich, Altermarkt 9:

jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14.00 bis 18.00 Uhr

Bei Veranstaltungen und Sonderausstellungen ändern sich die Öffnungszeiten. Termine und Öffnungszeiten werden in der Tagespresse angekündigt.

Eintritt: frei

In den Monaten Juli und August bleibt das Heimatmuseum geschlossen.

 

 

Glasmalerei-Museum

Logo des Deutschen Glasmalerei-Museums Linnich
Anschrift:
Deutsches Glasmalerei-Museum
Rurstr. 9-11
52441 Linnich
Tel. 02462/99170
Fax 02462/991725
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags 11-17 Uhr